• Dr. med. Ziad Atassi

5.Mai ist Welthebammentag

Der Welthebammentag wird auf der Homepage des schweizerischen Hebammenverbandes wie folgt beschrieben:


«Der 5. Mai soll immer wieder Zeichen dafür sein, die Solidarität zwischen Hebammen und Frauen auf der ganzen Welt zum Ausdruck zu bringen und die Gesellschaft für die reproduktive Gesundheit zu sensibilisieren. Dabei treten Hebammen an die Öffentlichkeit, um auf ihren Berufsstand, ihre Leistungen und Anliegen aufmerksam zu machen»


Grund genug für mich als geburtshilflich tätiger Arzt eine Lanze für diese Berufsgruppe zu brechen. In meinen ersten Jahren der Ausbildung im Gebärsaal durfte ich mich glücklich schätzen von sehr erfahrenen Hebammen die praktische Geburtshilfe direkt zu erlernen. Als junger Arzt direkt in den Alltag hineingeworfen schaute ich dieser anspruchsvollen Arbeit und der dabei aufwendigen zwischenmenschlichen und organisatorischen Tätigkeit der Hebamme mit Staunen zu und liess mich auch für meinen sonstigen beruflichen Alltag von dieser Art der Empathie und Kompetenz inspirieren. 20 Jahre und eine Vielzahl von begleiteten Geburten später ist mein Staunen einer grossen Faszination für den Beruf der Hebamme gewichen. Die Fähigkeit so extrem viele für Mutter und Kind essentielle Vorgänge im Auge zu behalten – dabei die Mutter maximal empathisch zu führen ist für mich bei jeder Geburt, zu welcher ich gerufen werde, ein beeindruckendes Spektakel. Zu dem Moment, an welchem ich eintreffe erlebe ich wie bereits seit Stunden oder sogar Tagen eine enge Beziehung zwischen Mutter und Hebamme entstanden ist. Diese Beziehung schafft Sicherheit und Vertrauen. Auch unmittelbar nach der Geburt steht das frühe Bonding zwischen Mutter und Kind im Mittelpunkt. Die Fähigkeit der Mutter und dem Kind diesen so wichtigen und intensiven Moment ungestört zu ermöglichen, dabei die so wichtige familiäre Intimität zu wahren, ohne die medizinischen Begleiterscheinungen aus dem Auge zu verlieren ist jedes Mal ein erstaunlicher professioneller Vorgang der nur in diesem

Beruf zu sehen ist. Ich freue mich auf viele weitere Geburten in Zusammenarbeit mit einer Berufsgruppe, welche meinen grössten Respekt hat.




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